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 |  NASA GmbH

Verkehrsvertrag läuft weitere 15 Jahre

Drei Frauen und fünf Männer in dunklen Anzügen stehen in einem Raum vor einem Bildschirm. Auf dem Bildschirm ist das Modell eines orange-weißen Zuges zu sehen. Die Personen halten Vertragsunterlagen in den Händen.

Zur Unterzeichnung des Verkehrsvertrages trafen sich (v.l.n.r.) Christian Berndt, Geschäftsführer LNVG, Carmen Schwabl, LNVG, Peter Panitz, Geschäftsführer NASA GmbH, Dr. Lydia Hüskens, Verkehrsministerin Sachsen-Anhalt, Ralf Sygusch, Verbandsdirektor Regionalverband Großraum Braunschweig, Christine Singer, Vorsitzende der DB Regio Südost, Frank Bretzger, Leiter Vertragsmanagement DB Regio Südost und Thomas Dill, Bereichsleiter Center für Nahverkehr- und Qualitätsmanagement des VBB.

Den Zuschlag für das Elektronetz Nord Magdeburg (ENORM) hat die DB Regio AG bereits im März des letzten Jahres erhalten. Heute trafen sich Vertreter des Eisenbahn­verkehrs­unternehmens (EVU) mit den Aufgaben­trägern, um gemein­sam mit Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, den Vertrag zu unterschreiben. Die Betriebsaufnahme im Dezember 2028 ist mit einigen Verbesserungen für die Fahrgäste verbunden. 

Die Aufgabenträger Land Sachsen-Anhalt (NASA GmbH), Regional­verband Großraum Braunschweig, Landes­nahverkehrs­gesellschaft Nieder­sachsen mbH und das Land Brandenburg haben mit der Ausschreibung die Weichen für einen zukunftsfähigen Nah­verkehr gestellt. „Neben den neuen, sehr hochwertig ausgestatteten Zügen, wird es insbesondere für Pendler Verbesserungen im S-Bahn­angebot mit einem 30-Minuten-Takt zwischen Magdeburg und Burg geben. Zudem werden perspektivisch die Kapazitäten der Linien RE20 und RB40 zu den nachfrage­starken Zeiten deutlich erhöht“, nannte Verkehrs­ministerin Hüskens einige Details zum neuen Angebot. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die vorgesehenen Infrastruktur­maßnahmen der DB InfraGo rechtzeitig umgesetzt würden, hob sie noch einmal hervor.

„Wir sind stolz, dass wir den Zuschlag für das Elektro­netz Nord Magdeburg erhalten haben, an dessen Ausschreibung wir über viele Monate mit hoher Energie gearbeitet haben. Der Erfolg bestätigt unsere Wettbewerbs­fähigkeit und unsere Kompetenz in der Region und ist gleichzeitig für die nächsten Jahre Grundlage für einen kunden­orientierten und modernen Nah­verkehr in Sachsen-Anhalt“, bekräftigt Christine Singer, Vorsitzende der Regional­leitung DB Regio AG Südost.  

Der ENORM-Vertrag umfasst bis zu 8,4 Millionen Zug­kilometer pro Jahr, circa 7,1 Millionen werden davon in Sachsen-Anhalt zurückgelegt. Im Netz fahren die Linien S1 (Schönebeck-Bad Salzelmen – Magdeburg Hbf – Burg (– Genthin), S2 (Magdeburg Hbf – Zielitz), RB30 (Halle (Saale) Hbf – Magdeburg Hbf – Wittenberge), RB40 (Braunschweig Hbf – Magdeburg Hbf), RE20 (Magdeburg Hbf – Stendal Hbf – Uelzen). 

Das S-Bah­nangebot im Abschnitt Magdeburg – Burg wird durch den neuen ENORM-Vertrag montags bis freitags auf einen 30-Minuten­takt erweitert, Magdeburg und Zielitz sind durch die jeweils stündlich fahrenden Linien S2 und die RB 30 ebenfalls im 30 Minuten­takt verbunden, wie auch Magdeburg und Schönebeck. Die Linie RB30 Halle (Saale) – Köthen – Magdeburg – Stendal – Wittenberge ermöglicht mit der Führung über Magdeburg hinaus nach Wittenberge neue Verbindungen mit weniger Umstiegen. Durch die Beschleunigung des RE20 Magdeburg – Stendal – Uelzen verkürzt sich die Reise­zeit um voraussichtlich 15 Minuten. 

„Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrs­mittels. Wir wollen, dass die Menschen in unserem Sachsen-Anhalt alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infra­strukturen: Radwege, Straßen und natürlich attraktive Angebote des öffentlichen Nah­verkehrs. Daran arbeiten wir. Jeden Tag“, erklärte Lydia Hüskens abschließend. Der neue ENORM-Verkehrs­vertrag sei ein gelebtes Beispiel dafür.