Entwicklung eines Anschlussdienstes für Zugbegleiter

Für ÖPNV-Fahrgäste in ländlichen Regionen ist die Anschlusssicherung ein entscheidendes Qualitätskriterium bei der Reise mit dem öffentlichen Verkehr, da die Verbindungen oftmals Umstiege erfordern und die Taktdichten gering sind. Ein verpasster Anschluss schlägt sich daher in deutlich erhöhten Reisezeiten nieder.

Im Wissen um umsteigewillige Fahrgäste, kann der Bus am Bahnhof auf die Regionalbahn warten, sodass die Umsteigezeit kürzer und die Verbindung ins Dorf besser wird.

Künftig wird es für Fahrgäste möglich sein, sich im Zulauf auf den Bahnhof an den Zugbegleiter zu wenden, sodass dieser den Anschluss vormerken kann. Für die Anschlussvoranmeldung wird eine auf die Bedürfnisse der Zugbegleiter ausgerichtete Smartphone-Anwendung entwickelt. Über die Anwendung wird die Anschlussvoranmeldung an das angebundene Dispositionssystem der INSA-Auskunft gesendet.

Lässt der Bus-Fahrplan eine spätere Abfahrt zu, erscheint auf dem Bordrechner des Busfahrers eine Wartebedarfsmeldung. Wird diese durch den Fahrer bestätigt, wird der Zugbegleiter umgehend darüber informiert und kann die Sicherung des Anschlusses den Umsteigwilligen mittels Durchsage weiterleiten.

Durch das Projekt „AnZug - Anschlusssicherung im Zug“ wird die Reise mit dem ÖPNV verlässlicher. Grenzen zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln und Verkehrsunternehmen werden abgebaut, sodass der ÖPNV als Ganzes an Attraktivität gewinnt.


Förderung:
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Laufzeit:
01. Januar 2019 – 31. Dezember 2021